Mittwoch, 14. November 2012

Halbzeit - Zeit für ein Fazit


Ich bin jetzt etwas mehr als sechs Monate unterwegs – Zeit für ein Fazit und meine bisherige Reise Revue passieren zu lassen und einmal los zu werden was mich beschäftigt und worüber ich mir Gedanken mache.

In Indien durfte ich den magischen Moment erleben und Tiger, Löwen und andere Tiere in freier Wildbahn zu erleben. Die Zeit als ich mit der indischen Familie verbringen durfte zählen bis heute zu meinen besten Tagen. Noch heute schreiben sie mir und sagen mir immer wieder, dass ich ein Familienmitglied sei und ihre Türen für mich und meine Familie immer offen stehen. Zudem lernte ich das riesengrosse Land Indien hassen und lieben. Reisen in Indien ist nicht immer ein Zuckerschlecken, doch was man in Indien schon nur erlebt wenn man ein Zugticket kaufen will ist einmalig. Mit Indien habe ich mir sicher auch das härteste Land zum Reisen als Anfang ausgesucht – doch ich bin froh darum, denn nach Indien konnte mich nichts mehr schocken.
Nach Indien genoss ich ein paar Tage in meiner neuen Lieblingsstadt: Bangkok. Danach durfte Menschen und ein Land kennen lernen, dessen Kultur und Lebensstil uns so weit entfernt erscheint – Myanmar! Menschen die nichts haben und unter einer tyrannischen Militärdiktatur leben und trotzdem extrem herzlich und voller Lebensfreude sind – das geht unter die Haut.
Zurück in Bangkok entschloss ich mich kurzfristig den Tauchschein zu machen und entdeckte so eine neue Leidenschaft. Bis zum heutigen Tag habe ich übrigens rund dreissig Stunden an der Flasche unter Wasser verbracht. Keine Ahnung wie viele Stunden ich an der Flasche über Wasser verbracht habe. Nein, mal ehrlich: ich trinke nicht viel Bier.
Nach dem gemütlichen Ko Tao habe ich mir in Ko Panghan an der verrückten Halfmoon-Party die Füsse wund getanzt und mich am Strand erholt.
Um ein erneutes 30-Tage Visum für Thailand zu erhalten, bin ich von Ko Panghan nach Kuala Lumpur, Malaysia, gereist und von dort bin ich nach Bangkok geflogen.
Von Bangkok aus habe ich in Thailand zweieinhalb sehr schöne Wochen mit Fabienne und meiner Mutter verbracht. Ich war froh ihnen ein wenig zeigen zu können, was ich alles erlebe.
Was ich bis heute vermisse, Fabienne, Familie und Freunde ausgenommen;-), ist das thailändische Essen. Grünes Curry, rotes Curry, frittierte Bananen, frittierter Reis, sticky Mango Reis, ... Hmmmm, einfach eine super leckere Küche und erst noch sehr preiswert.
Nach Thailand machte ich mich auf in ein Land, das aufgrund der Terrorzeit der roten Khmer (1975-1979) bei null anfangen musste und bis heute darunter leidet. Ich habe nicht einen Kambodschaner kennen gelernt, welcher während dieser Zeit nicht mindestens einen Familienangehörigen verloren hat. Stellt euch mal vor in der Schweiz würden innert vier Jahren 20 Prozent, also zwei Millionen, Menschen auf bestialische Weise hingerichtet. Unvorstellbar!
Zudem habe ich einen Menschen kennengelernt dem meine tiefste Bewunderung gehört: Der Schweizer Dr. Beat Richner, der mit seinen Kantha Bopa Spitälern bis heute über eine Million kambodschanische Kinder vor dem Tod gerettet hat. Ein Mensch der mich zutiefst beeindruckt. Was ich von ihm gelernt habe ist, dass wir nicht denken sollen kambodschanische und allgemein arme Kinder/Menschen haben eine schlechtere Behandlung als die europäische verdient nur weil sie in einem Drittwelt Land leben. Sie haben das gleiche Anrecht auf eine Behandlung nach dem neusten Stand der Medizin.

Nach Kambodscha traf ich in Singapur auf Chregi und Römu und war von da an mit zwei sehr guten Kollegen und ohne Laptop in Singapur und Indonesien unterwegs. Der Bierkonsum stieg schlagartig und die Bauchmuskeln wurden durch fast anhaltendes Lachen strapaziert. Danach reiste ich alleine weiter Richtung Osten Indonesiens und tauchte im Unterwasserparadies „Komodo Nationalpark“. Über die Inseln Sulawesi, wo ich den beeindruckenden Totenkult der Tana Toraja kennengelernt habe über den Süden von Borneo wo ich fast schon Orang Utans die Hand schütteln konnte reiste ich zurück nach Singapur.

Von Singapur aus flog ich nach Cairns wo ich auf Fabienne traf. Mit einem Mietauto reisten wir bis nach Sydney, von wo aus sie zurück in die Schweiz und ich nach Fiji flog. Ich genoss es die Zeit mit ihr verbringen zu können und mal nicht alleine unterwegs zu sein.



Ich wollte meine Reise ein wenig anders gestalten, als viele die für eine bestimmte Zeit Reisen gehen. Mit Ländern wie Indien, Myanmar und Indonesien (Bali und Lombok) ausgenommen ist mir das ausgesprochen gut gelungen und ich bin auch extrem froh um diese Erfahrung. Es sind auch genau diese Länder die mir bis jetzt am besten gefallen haben. Indien ist einfach Indien – wer da war weiss was ich meine. Myanmar ist ein fast schon mystisches Land dessen Menschen man sehr schnell in sein Herz schliesst und Indonesien mit den tausenden von Inseln und den liebenswürdigen Menschen ist einfach atemberaubend.


Vor der Reise haben mich viele gefragt, ob ich denke ob mich diese Reise verändern wird.
Ja, das was ich bis jetzt erlebt habe hat viele meiner Ansichten verändert und ich habe auch eine andere Einstellung zum Leben gewonnen.
In allen Ländern südostasiens haben die Leute nicht viel. Sie laufen in alten, zum Teil schmutzigen Kleidern umher doch das was darunter steckt ist Gold wert. Eine Herzlichkeit und Offenheit wie ich sie noch nie erlebt habe. So hatte ich auch extrem mühe als ich in Singapur gelandet bin und auf all die Menschen in ihren feinen Anzügen und Kleidern traf. Ich kam mir mit meinem sehr alten Rucksack vor wie ein Penner und jeder war mit seinem Smartphone beschäftigt und schottete sich von allem rund um sich ab.
Ich möchte hier Thomàŝ Sedlàček mit einem Zitat aus dem Buch „Die Ökonomie von Gut und Böse“ zitieren: „Das Einzige, woran bei uns wirklich ein Mangel besteht, ist der Mangel selbst“. Ist es nicht so, dass umso mehr Sachen wir haben, desto mehr wollen wir und desto unglücklicher sind wir? Versteht mich nicht falsch, auch ich liebe all meine materiellen Sachen die ich besitze – doch es ist doch schon so, dass umso mehr wir wissen was wir alles haben könnten, desto mehr wollen wir und dies macht einem teilweise unglücklich.

Viele Menschen haben nicht viel bis gar nichts und sie können genau so wenig dafür, dass sie in einem Land wie Kambodscha geboren sind wo das Durchschnittseinkommen 50 US Cents beträgt wie wir wo im „Himmel auf Erden“ (wie die Inder die Schweiz so schön bezeichnen) geboren sind. Wir können das nicht ändern – doch ich finde einfach wir sollten das jederzeit! schätzen. Ich konnte es noch nie ausstehen, wenn man sich bei uns über irgendwelche kleinen belanglosen Sachen nervt! Es gibt Milliarden von Menschen die würden sich wünschen sie hätten nur solche Probleme.

Ich will jetzt hier nicht den Moralapostel spielen nur weil ich sechs Monate gereist bin und ein paar Länder oberflächlich kennen gelernt habe. Doch das sind einfach so diese Dinge die ich mitnehme und worüber ich mir Gedanken mache. Dieser Blog ist für mich ein guter Ort solche Sachen mit euch zu Teilen und auch so meine Eindrücke und Erlebnisse zu Teilen.

Ich wurde auch schon gefragt, ob ich nicht langsam die Schnauze voll habe vom Reisen. Nein!
Mit meinem Auslandssemester in Dänemark 2008 und der anschliessenden Reise durch Skandinavien und Osteuropa mit Römu kam bei mir der Wunsch nach einer Weltreise auf. Nachdem ich dann noch Silv in Brasilien für zwei Wochen besucht habe war für mich klar: „Ich muss einmal rund um die Welt und die ganze Reise soll ein Jahr dauern.“
Ich habe diese Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Klar es ist nicht immer einfach und ich habe auch mal „Heiweh“, doch ich geniesse jeden Tag und bin einfach nur dankbar, dass ich die Möglichkeit habe so eine Reise zu erleben..



An dieser Stelle auch vielen Dank für die positiven Feedbacks die ich für meinen Blog erhalte. So macht es umso mehr Spass mein Erlebtes in diesem Blog nieder zuschreiben.


Damit auch dieser Blog nicht ohne Fotos bleibt, hier eine kleine Auswahl an Fotos die Zeitlos sind.

Ich möchte an dieser Stelle auch mal den aktuellen Stand (Ende Indonesien) meiner „Ketteli“ und derer Geschichten festhalten:

Die Uhr war kurz vor der Abreise ein Geschenk von Fabienne und das Ketteli ist von meinem „Göttikind“ Zoe.


von Oben nach unten:
hellrotes, dickes: Dies wurde mir in Indien angelegt, nachdem ich mit Rakesh in einem Tempel war
blau: Dies habe ich mir gekauft, als ich in Thailand an der Khaosanroad das erste Mal auf meiner Reise so richtig abgestürzt bin.
orange: Dieses habe ich mir in Bagan, Myanmar zusammen mit Mäsi gekauft
schwarz, war mal schwarz/blau: ein Geschenk von Fabienne in Chiang Mai, Thailand
orange: Das habe ich mir zusammen mit Römu und Chregi am Strand der Gili Islands gekauft
holzkügelchen: Ein Geschenk von Römu in Bali beim Surfen
rot/weiss: Dieses habe ich mir bei den Tana Toraja in Sulawesi, Indonesien gekauft

















So wächst eine Ananas heran ...


Chilli























E-Mail Benachrichtigung

Die E-Mail Benachrichtigung funktioniert jetzt endlich auch wieder. Wer sich noch nicht registriert hat einfach rechts bei "follow by email" Mailadresse Eintragen und dann erhältst du jedes Mal ein Mail wenn ich einen Beitrag veröffentliche.

PS: Ich fliege morgen nach BORA BORA - Ich glaub ich träume!!!!!

Tauchen mit richtig fiesen Haien, die letzten Tage in Fiji und ein Abstecher nach Auckland


Am 3. November 2012 komme ich von der Island-hopping Tour zurück. Wie schon zuvor checke ich im Smugglers Cove ein. In der Naqalia Lodge auf Fiji habe ich das „zwäge“ Schweizer Paar Susi und Fäbu kennengelernt. Mit ihnen gehe ich am Abend in ein indisches Restaurant.

Seit ich gehört habe, dass man in Fiji mit Haien tauchen kann liess mich diese Vorstellung nicht mehr los und so wollte ich diese angst einflössende Vorstellung, welche mein Blut schneller durch meinen Körper pumpen lässt, in die Tat umsetzen. Diese Tauchgänge werden nur an einem Ort in Fiji durchgeführt – in Pacific Harbour. Bei den Tauchgängen werden die Haie angelockt und gefüttert. Unter den Haien, welche sich bei diesen Tauchgängen blicken lassen, sind nicht nur die kleinen, ungefährlichen, welche ich bis jetzt gesehen habe sondern auch Bullenhaie, welche mit den Tigerhaien und den weissen Haien zu den gefährlichsten ihrer Art zählen. Bei vielen Angriffen auf Menschen, welche weissen Haien zugeschrieben werden vermutet man, dass es eigentlich Bullenhaie waren. Das kommt daher, dass Bullenhaie bis in sehr seichtes Wasser vordringen, um dort zu jagen.

Jetzt kommt mir gleich noch eine Geschichte zu den Haien in den Sinn: Als ich auf der Yasawa Gruppe unterwegs war haben mir die Fijianer auf den Inseln erzählt, dass sie in der Nacht mit einer Harpune Fischen gehen. Ich habe mal einen gefragt ob es kein Problem sei wegen den Bullenhaien. Einer meinte: „Der Bullenhai stösst dir zuerst mit der Schnauze in die Seite und dann musst du ihm eins auf die Nase hauen, weil sonst beisst er beim zweiten Mal zu“. Die spinnen die Fijianer!

Zurück zum „Shark diving“: Weil mir die „nette“ Lady am Infoschalter beim Hostel gesagt hat, dass diese Tauchgänge nie ausgebucht seien müsse ich nicht vor reservieren. Als sie jedoch die beiden Tauchbasen angerufen hat und mir die schlechte Nachricht überbringt, dass alles ausgebucht sei stockt mir der Atem.
Eine Chance habe ich noch - mich auf den Weg nach Pacific Harbour machen und versuchen vor Ort noch einen Platz zu ergattern, falls jemand absagt. Anstatt den Nachmittag mit Susi und Fäbu zu verbringen muss ich kurzerhand meinen Rucksack packen und per Taxi sofort zur Busstation fahren. Es ist zehn nach zehn als ich an der Busstation ankomme. Der Bus fährt um 20 nach. Die Fahrt dauert dreieinhalb Stunden und das Büro der beiden Tauchbasen schliesst um drei Uhr, da heute Sonntag ist. Ich hoffe, dass alles klappt.
Als ich vor Ort eintreffe wird mir nochmals gesagt, dass alles ausgebucht sei – ich soll jedoch am Morgen um acht Uhr bei der Tauchbasis vorbei schauen und vielleicht ergibt sich noch etwas. Ich habe mich in einem Mehrbettzimmer einer Hotelanlage gleich neben der Tauchbasis einquartiert. Das 20 Bett Zimmer teile ich nur mit meinem Rucksack.

Am nächsten Morgen stehe ich um 7.45 Uhr vor dem Tauchshop und nach langem hin und her sagt die nette Lady die meinen Tag rettet: „Ja, du kannst mit“! Ihr glaubt nicht wie froh ich bin. Ich bin in mein Zimmer gehüpft, habe meinen kleinen Rucksack gepackt und bin zurück zur Tauchbasis gehüpft.
Auf dem Boot waren mit mir sieben Taucher, 4 Tauchinstruktoren und Helfer und der Kapitän. Nach einer zehn minütigen Fahrt und einem sehr kurzen Briefing sprangen wir ins Wasser. Das einzige, das uns quasi gesagt wurde ist: „Streckt die Hände nicht aus, sonst meinen die Haie ihr habt was zu futtern“. Ich war noch nie so nervös vor einem Tauchgang – ich hatte keine Ahnung was mich erwartet.
Der 1. Tauchgang fand auf 26 Meter statt. Dabei standen wir am Boden und konnten uns an einem Seil festhalten.
Die Haie wurden zuerst per Fischabfall angelockt und dann von zwei der Tauchinstruktoren per Hand gefüttert. Dazu haben sie jedoch zuerst auf dem Boot einen Stahlkettenhandschuh angezogen. Was sich unter Wasser abspielt kannte ich bis jetzt nur aus dem Fernsehen. Hunderte von Fischen, welche versuchen ein Stück des Fischabfalls zu ergattern. Darunter auch Riesenzackenbarsche (Giant Grouper) welche mit ca. zwei Meter Länge gigantisch gross und dick sind. In dieser Menge von Fische tauchen immer wieder Haie auf und verschlingen die Menschenkopfgrossen Fischköpfe, welche ihnen die Tauchinstruktoren hinhalten, in einem Stück.
Es ist extrem komisch - auf einmal ist die Nervosität und Angst vor diesen Prachtstieren wie weggeblasen und mit grossen Augen bestaune ich das Spektakel das sich unter Wasser abspielt. Auf einmal kommen einem diese Haie absolut nicht mehr gefährlich vor.

Irgendwann einmal ist alles verfüttert und wir tauchen langsam an die Oberfläche. An Board des kleinen Tauchschiffs warten wir eine Stunde bevor wir nochmals ins Wasser springen. Es herrscht extremer Wellengang und so erstaunt es mich nicht, dass die Plattform hinten auf dem Boot von zwei weissen Gestalten geteilt wird, die sich abwechselnd ins Wasser übergeben.
Der zweite Tauchgang ist ähnlich wie der erste, einfach nicht mehr ganz so tief.

Neben den Bullenhaien, welche sicher das Highlight waren, haben wir zusätzlich noch Zitronenhai (Lemon Shark), Silberspitzen Riffhai (Silvertip Rheef Shark), Krankenschwesterhaie (Nurse Shark), und die bekannten schwarz- und weissspitzenriffhaie (black/white Tip Rheef Shark) gesehen.

Einen Tauchgang und Tag den ich nie vergessen werde! Ich habe in der darauf folgenden Nacht noch von Haien geträumt. Ich schwamm Kopf um Kopf mit einem riesen Tigerhai durch das Meer.

Ein Slowake hat mit seiner Go Pro Kamera alles gefilmt und hier ein kleiner Ausschnitt daraus. Bei dem Hai handelt es sich um einen Bullenhai. Dieser Hai ist geschätzte 2.5 Meter lang. Bullenhaie können bis zu 3.5 Meter gross werden.

Bitte habt jetzt keine Angst vor diesen Haien – die Chance, dass einem eine Kokosnuss auf den Kopf fällt ist hier erheblich grösser als von einem Hai angegriffen zu werden. Ehrlich gesagt hatte ich selbst immer ein wenig Respekt im offenen Meer zu schwimmen, doch seit ich mit Haien tauche ist diese Angst weg.


Gleich noch nach dem Tauchgang mache ich mich auf den Weg zurück nach Nadi, wo ich mich für die letzten zwei Nächte nochmals im Smugglers Cove einquartiere. Den anschliessenden Tag verbringe ich an meinem Laptop, da es den ganzen Tag regnet.
Am Abend treffe ich nochmals auf Max, welcher Morgen mit demselben Flug wie ich nach Auckland fährt. Max, dänischer Staatsbürger, habe ich in der Naqalia Lodge getroffen und wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Nach ein paar Bier entschliessen wir uns spontan das Nachtleben von Nadi zu erkunden. Dass wir beide am Morgen um 9:45 Uhr abfliegen vergessen wir mal. Als erstes gehen wir in eine Art Bar und Club mit einem „bouncy Dancefloor“. Dieser „bouncy Dancefloor“ besteht aus kleinen Platten die abwechselnd die Farbe leuchten und wenn man darauf rumhüpft bewegt sich das ganze. Geil! Schnell lernen wir ein paar Fijianer kennen und als diese Bar um 1 Uhr schliesst gehen wir mit ihnen weiter ins „White House“ - ein weiterer Club.
Um drei Uhr bin ich in meinem Bett und um 6 Uhr muss ich aufstehen ;-o Was ich in Dänemark geliebt habe, ist wie ausgelassen Dänen feiern wenn sie getrunken haben. Und Max bestätigte mein Klischee voll und ganz und wir hatten einen riesen Spass zusammen.

Dieser Flieger bringt uns sicher nach Auckland. Leider hat es immer noch geregnet als wir abfliegen.

Am siebten November landen Max und ich in Auckland und wie ich fliegt auch mein dänischer Kumpel am nächsten Tag weiter. Max fliegt jedoch zurück nach Dänemark.
Am Abend wollen wir noch auf ein Bier in ein irisches Pub. Da eine super live Band spielt wird aus einem Bier schnell ein paar Bier uns so wird es auch wieder 3 Uhr bis ich in meinem Hostel bin.
Bevor ich am nächsten Tag weiter fliege treffe ich Max nochmals kurz am Flughafen um mich von ihm zu verabschieden. Ohhh, was wir beide in den letzten Tagen gelacht haben.

Ein paar Fotos aus Auckland:
Max hat sich kurzentschlossen noch einen Anzug gekauft

Das ist das einige Foto von der Stadt Auckland an sich. (Ist am Hafen)

In der Irish Bar


Montag, 5. November 2012

Von Paradies zu Paradies - Inselhopping in Fiji

BULA! (Hallo)
 




Am 26. Oktober treffe ich gegen Mittag in Nadi, auf der Hauptinsel, in Fiji ein. Was mir sofort auffällt ist wie gross und kräftig die Menschen hier gebaut sind. Sogar die meisten Frauen sind eine Schulterbreite breiter gebaut als ich! All denen, welchen "Futurama" etwas sagt wäre Snu-Snu das Stichwort.
Am Flughafen werde ich vom Chauffeur des Smugglers Cove abgeholt wo ich zwei Nächte vorgebucht habe! Die Zeiten wo ich für zehn bis fünfzehn Franken in einem Einzelzimmer übernachten kann enden mit den Fiji-Inseln und so habe ich mir ein Bett in einem 4er Dorm reserviert.

Ich habe Glück und am Abend meiner Ankunft findet ein spezieller Anlass statt und es werden traditionelle Fiji Tänze aufgeführt. In Fiji werden diese Tänze nicht wie anderswo nur für die Touristen aufgeführt, sondern diese sind immer noch grosser Bestandteil der Kultur




Den nächsten Tag relaxe ich in dem super Hostel mit Pool, schöner Terrasse, Hängematten und Strand direkt vor der Unterkunft. Das eigentliche Fiji Abenteuer beginnt am nächsten Tag.

Am 28. Oktober starte ich auf eine 7 Tägige Insel-Hopping Tour auf den Inseln der Yasawa Gruppe. Dazu habe ich mir einen 7 tägigen Bula-Pass gekauft! Das ganze funktioniert folgendermassen. Der Yasawa Flyer (grosser Katomoran) fährt Morgens um 8:30 Uhr vom Hafen ab und hält vor allen Inseln bis er wieder kehrt macht, auf dem Rückweg wieder vor allen Inseln hält, und kurz vor 18 Uhr zurück im Hafen ist.

Yasawa Flyer

 
Zusammen mit dem 7 Tages Bula-Pass habe ich 6 Voucher für die Übernachtungen bekommen. Ich kann jetzt einfach auf dem Yasawa Flyer mitfahren, bei der Insel wo ich will aussteigen und meinen Voucher für die Übernachtung abgeben. Falls nötig, kann ich die Reservation gleich auf dem Boot vornehmen. Die einzelnen Inseln sind zum Teil so klein, dass es darauf genau eine Unterkunft gibt.

Unten rechts liegt Nadi - hier startet und endet die Tour des Yasawa Flyers. Die einzelnen Nummern sind die Resorts die angefahren werden. Ich werde die Nummer des Resorts, wo ich war, jeweils erwähnen.


Am 1. Tag bleibe ich bis zur nördlichsten Insel, welche angefahren wird auf dem Yasawa Flyer. Um 13 Uhr treffe ich in beim Blue Lagoon Resort (Karte: Nummer 24) ein. Bei diesem, und nur diesem, muss ich das Essen zusätzlich bezahlen, da es eines der "besseren" ist. Da mir das Blue Lagoon mehrmals empfohlen wurde will ich hier zwei Nächte übernachten.
Übrigens befindet sich die Lagune, wo der Film "Blue Lagoon" mit Brooke Shields gedreht wurde gleich um die Ecke.

Am zweiten Tag mache ich einen Ausflug zu einer Höhle wo wir Schnorcheln können. Das absolute Highlight ist, dass wir einen Meter unter dem Wasser durch einen Durchgang tauchen können und dann in einem weiteren Teil der Höhle sind, welcher Stockdunkel ist.


Im Film "Blue Lagoon" taucht Brooke Shields ebenfalls in dieser Höhle


Jeden Morgen wird alles was nur möglich ist mit frischen Blumen geschmückt


Bei diesem Dorm lacht das Backpackerherz

Der Strand beim Blue Lagoon Resort

Am Abend finden diverse Aktivitäten wie Open-Air Kino unter Sternenhimmel oder wie hier ein Krebsrennen statt. Bei den Krebsen handelt es sich um diese, welche in einem Schneckenhaus leben. Mein sorgfältig ausgewählter Krebs kämpft sich unter den 50 Krebsen auf den sagenhaften 3. Platz vor. Ich bin heute noch Stolz auch ihn. Ich weiss nicht ob ihr das erkennen könnt, aber auf jeden Fall wurde auf das Schneckenhaus eine Nummer geschrieben um die Krebse auseinander halten zu können.


Nach einem 15 minütigen Spaziergang bin ich auf einem kleinen  Hügel hinter dem Blue Lagoon Resort mit einer super Aussicht


 

Nach zwei sehr schönen und erholsamen Tagen checke ich am Morgen aus, verweile noch am Strand, bis ich um 13 Uhr mit einem kleinen Boot auf den Yasawa Flyer gebracht werde.

Zum Abschied gibt die Hausband, bestehend aus dem Personal, nochmals einen Song zum Besten


Mein nächster Stopp liegt anderthalb Stunden südlich und heisst Barefoot Resort (Karte: Nummer 11). Das Barefoot liegt in der Spitze einer Insel und ist auf drei Seiten von Strand und türkisblauem Wasser umgeben. Es gibt den Sunrise-Beach, nach einer Minute spazieren durch das kleine Resort bin ich am Sunset Beach und in einer weiteren Minute am Mantaray Beach.
In diesem Rersort mache ich meinen ersten Tauchgang zu den Höhlen von Babylon. Fisch und Korallenmässig gibt es nicht allzu viel zu sehen, jedoch ist das Tauchen durch die Höhlen der absolute Hammer. Zum Teil sind die Passagen so eng, dass nur ein Taucher nach dem anderen durchpasst. Lamben benötigen wir keine, da durch kleine Öffnungen Licht in die Höhlen gelangt.

Am Morgen schwimmt bei diesem Resort jeweils am Sunrise Beach ein Baby Weissspitzenriffhai (White Tip Rheef Shark) hin und her. Für ein Foto wollte er jedoch nicht still halten - wie Kinder halt so sind.

Vom Yasawa Flyer aus: links das Barefoot Rersort und rechts das Mantaray Resort
  

Auch hier lacht das Backpackerherz: Der Dorm ist ein Bungalow mit 4 Betten direkt am Strand. Mit dem Blick auf Palmen und Strand und dem Rauschen des Meers fällt mir das aufstehen sehr leicht


rechts mein Bungalow





Nein, das ist nicht die Sonne sondern der Vollmond! Seit dem Besuch von Fabienne habe ich übrigens ein unter ein Kilogramm leichtes Karbonstativ mit mir dabei ;-)


Nach einer Übernachtung gehe ich gleich am nächsten Tag weiter und checke auf der Insel Waya Lailai in der Naqalia Lodge (Karte: Nummer 7) ein. Dies ist eine sehr kleine Lodge mit vier Bungalows und einem Dorm (Mehrbettenzimmer) und wie immer direkt am Strand gelegen. Diese Lodge wird anders als die anderen von einer Fiji Familie geführt. Das ganze ist mit gerade mal fünf bis sieben Gästen und dem wenigen Personal sehr familiär.


Am Tag meiner Abreise gehe ich auf eine geführte Kurztreckingtour auf diesen Berg, der auf derselben Insel wie die Naqalia Lodge liegt


Am Fusse dieser Insel befindet sich dieser Phantomfelsen. Und der Felsen rechts oben sieht aus wie ein Gesicht.

Die Aussicht ist Traumhaft

Beim Aufstieg sehe ich noch dieses Gesicht


Solche Anblicke kannte ich bis Anhin nur von Postkarten. Weit rechts hinten ist eine weitere Insel zu erkennen. Das ist diese, wo Tom Hanks in "Cast Away" verschollen ist.

Der Ausblick auf ein anderes Resort, das sich ebenfalls auf derselben Insel befindet

Mit diesen Blumen werden die Blumenketten gemacht.

Der Dorm mit 6 Betten. Jedoch teile ich mir diesen nur mit einem Waliser (ich meine die aus dem Norden und nicht die aus dem Süden in der Schweiz).

Aufgrund meinem Aufenthalt im "Blue Lagoon" Resort bekam ich noch Geld gut geschrieben, das ich nur für Upgrades verwenden konnte. So hatte ich in der zweiten Nacht dieses Bungalow für mich alleine ;-) Eingeschlafen bin ich zum Rauschen des Meeres und dem Blick auf den (fast)Vollmond durch ein Palmenblatt hindurch.

Dieses lustige israelische Paar logierte ebenfalls in derselben Lodge. Ich habe das Foto hier im Blog weil sie aussieht wie "Barbra Streisand" in "Meet the Fockers"!
 

Nach zwei Nächten fahre ich zur südlichsten, und des am nahesten zur Hauptinsel gelegenen Resorts. Das South Sea Island Resort befindet sich auf der gleichnamigen Insel. Zudem ist dies die kleinste Insel der Yasawa Gruppe - um die Insel zu umrunden benötige ich gerade mal drei Minuten (fünf falls man es sehr gemütlich nimmt) und egal in welche Richtung ich laufe nach einer Minute bin ich am Meer.
 
South Sea Island vom Yasawa Flyer aus

Zwei Inseln weiter befindet sich das Beachcomber Resort. Als wir mit dem Schiff vorbeifahren gibt es eine Explosion und ein Jet-Ski geht in Flamen auf.


Von dieser Insel aus mache ich nochmals einen Tauchgang zu einem gesunkenen Segelschiff - das Schiff wurde extra versenkt. Die Sicht ist mit einem Meter auf dem Schiff extrem schlecht, trotzdem ist es super dem langen Mast entlang auf das Schiff zu tauchen und zurch die Kabine des Kapitäns zu schwimmen.


Als alle vom Resort nach dem Essen noch Spiele machen und Bier trinken kriecht plötzlich diese "Banded Sea Snake" richtung Tische. Zum Glück waren fast alle ein wenig angetrunken, sonst wäre wohl die absolute Panik ausgebrochen. Durch das viele Licht und den Lärm war sie völlig verwirrt und so habe ich sie mit einem Resort-Mittarbeiter zum Meer gebracht (Auf dem Vorderteil eines Rechens).

 
Bevor es am Abend zurück auf den Yasawa Flyer geht, werden wir mit Gesang und Musik verabschiedet
 

Leider sind die 7 Tage Insel-Hopping bereits vorbei und am Abend checke ich nochmals für eine Nacht im Smugglers Cove ein.

Die 7 Tage auf den paradisischen Inseln der Yasawa Gruppe waren absolut toll. Die Fijianer sind sehr nett und leben so in den Tag hinein. Schon nur das "Bula" klingt in meinen Ohren nach Erholung und Gemütlichkeit. Bei der Ankunf in den Resorts wurden wir jeweils mit Gitarre und Gesang empfangen und verabschiedet.


Hier noch ein Zusammenschnitt von ein paar Videos. Von den traditionellen Tänzen beim "Smugglers Cove", über die Dorfbewohner auf der Insel wo das Blue Lagoon Resort liegt, welche dort ein paar Lieder zum Besten gaben über einen Sänger im Kava-Dilirium und ein Abschiedssong beim South Sea Island Resort ist alles dabei.


Das Leben ist für die Fijianer die über die 332 Inseln verteilt leben nicht einfach, da viele nicht viel zum Leben haben und das Land von einer Militärdiktatur regiert wird. Auf Fiji gibt sehr viele Inder, die vor über 100 Jahren während der britischen Besatzung, zum Arbeiten auf den Feldern, hierhin gebracht wurden. Trotzdem, dass diese heute seit drei Generationen Auf Fiji leben ist die Akzeptanz nicht besonders gross.



Das Nationalgetränk in Fiji ist Kava. Es wird aus der Wurzen eines Pefferstrauches hergestellt und hat bei grossen Mengen eine ähnliche Wirkung wie Marihuana. Man wird müde, relaxed und es wird einem Sturm. Kava wird jeweils nicht einfach so getrunken sondern zeremoniell angerührt und vor jedem Schluck wird einmal in die Hände geklatscht und Bula gesagt. Nach dem Schluck klatscht man dreimal zu dem Wort "Matilda" (oder so ähnlich) in die Hände. Schmecken tut Kava wie Erde.



Hier noch meine Best-of-Unterwasserbilder-vom-Schnorcheln Serie:










Schaut euch die grosse Luftblase rechts oben an - sieht aus wie ein trauriges Gesicht! Ein lachendes Gesicht würde die Stimmung besser beschreiben.







Auf einer kleinen Schnorcheltour auf der South Sea Insel habe ich endlich mal das Glück beim Schnorcheln einen Weissspitzenriffhai zu sehen und diesen Fotografieren zu können. Zudem ist es mit fast zwei Metern Länge ein absolutes Prachtexemplar. Während fast zehn Minuten schwimme ich mit dem für Menschen harmlosen Hai mit.

Hier noch ein Video von meinen Schnorcheltouren: