Dienstag, 17. Juli 2012

Weiter zur nächsten Insel - Ko Phangan

Ko Phangan ist mit 125 km2 ungefähr sechsmal so gross wie Ko Tao und liegt zwischen letzterer und Ko Samui, der wohl bekanntesten der drei Inseln.



Am 9. Juni nachmittags geht es für mich per Schiff weiter nach Ko Phangan. Der einfachste Weg diese Insel zu erkunden ist per Roller. Da Hat Rin, der Ort wo ich mich einquartieren will, 12 km vom Hafen entfernt ist miete ich gleich bei Ankunft am Hafen einen Roller für die nächsten drei Tage. Mit diesem fahre ich dann die wunderschöne hügelige Strecke nach Hat Rin.


Mein Schiff ;-)



Mit Roller, Sack und Pack auf der Suche nach einer passenden Unterkunft

Am nächsten Morgen fahre ich mit dem Roller mitten durch die Insel Richtung Norden auf der Suche nach einem noch schöneren Strand als dem in Hat Rin. Nach einigen Stopps werde ich fündig und mit Lesen, Schnorcheln und Baden verbringe ich den Nachmittag.



unterwegs mit dem Roller


Für diese Aussicht musste ich doch eine halbe Stunde Schwitzen.

Sonnen getrocknete Tintenfische

unterwegs mit dem Roller ...

An diesem Strand bleibe ich hängen













Auf dem Heimweg nach Hat Rin ...

... komme ich noch an einem Markt vorbei wo's Sushi  gibt!

Hmmmm...

Am Tag danach lege ich mich an den Strand von Hat Rin. Am Strand kann man Jet Skis miete. Als ich das sehe ist für mich klar, dass ich wieder mal auf einem Jet Ski sitzen will. Ich miete mir für eine halbe Stunde einen 800cc Jet Ski. Ich finde Jet Ski fahren einfach etwas vom absolut geilsten. Schreiend und mit 65 km/h fliege ich schon fast über das Wasser. Am nächsten Morgen musste ich dann feststellen, dass ich in den Beinen Muskelkater habe da ich fast die ganze Zeit halb stehend auf dem Jet Ski rumflitzte. 5 Minuten bevor ich zurück sein muss geht bei meinem Jet Ski das Benzin aus und sie müssen mich mit einem anderen an Land ziehen. Wenn du von einem anderen Jet Ski abgeschleppt wirst gibt es einen klitzekleinen Nachteil – hinten beim Jet Ski hast du ja immer diese Fontäne vom an gesogenen Wasser. Das Seil ist genau so lange, dass die ganze Fontane über mir runterkommt.
Da gerade alle anderen Jet Skis besetzt sind, geben sie mir für die letzen 5 Minuten einen Jet Ski mit 1300 cc, der eigentlich zum mieten mehr als das Doppelte kostet. Und wow, heilige Maria, mit dem Ding habe ich richtig Power unter meinem „Arsch“. Dieser Jet Ski bring es auf knappe 100 km/h – und glaubt mir es fühlt sich an als würdest du über das Wasser fliegen.


Ich glaube man sieht, dass es mir Spass macht



Am Abend, dieses 11. Juni, ist auf der Insel noch eine Halfmoon Party im Dschungel (eher Wald). Ich kaufe mir noch ein knalliges T-Shirt, damit ich in dem UV-Licht auch schön leuchte. Von der Musik her ist’s nicht so mein Ding: Goa! Doch die Party an sich ist absolut cool. Viele liessen sich auch mit fluoreszierenden Farben ein Bodypainting machen, es gibt diverse Feuershows und die Stimmung ist ausgelassen.



Am nächsten Morgen checke ich aus meinem Guesthouse aus und fahre mit dem Roller an den Ort wo der Hafen ist und gebe meinen fahrbaren Untersatz wieder ab. Ich quartiere mich für eine Nacht in dem Ort ein, damit ich am Morgen nicht all zu früh aufstehen muss, da um 7 Uhr morgens meine Reise nach Kuala Lumpur per Schiff beginnt.
 
Die Aussicht von meiner Miniterasse aus
 
Auf dem Schiff zurück ans Festland

Sonntag, 15. Juli 2012

Tauchen auf Ko Tao


Am nächsten Tag nach der Ankunft auf Ko Tao, dem 31. Juni, beginnt morgens um 8.30 die Ausbildung zum PADI Open Water Taucher. Am ersten Tag erklärt uns Matt, unser Tauchlehrer, das Tauchen im Trockenen. Die Theoriestunden sind jedoch alles andere als langweilig. Wenn ich von uns spreche meine ich Ruben den Holländer, Mischa die Engländerin und mich den Schweizer die zusammen im selben Kurs sind.

Am darauffolgenden Morgen ziehen wir zum ersten Mal den Neoprenanzug, die Weste und den Bleigürtel an und da wir ja leider nicht wie die Fische sind darf auch die Sauerstoffflasche nicht fehlen. Mit dem ganzen Equipment machen wir dann unsere ersten Erfahrungen im Pool.

Aufgeregt treffen wir uns am Nachmittag vor der Tauchschule denn es steht der erste Tauchgang im Meer bevor. Per Pick-Up geht es an den Hafen von wo aus wir mit dem Schiff einen der unzähligen „Tauchspots“ rund um Ko Tao anpeilen.
Vor den zwei Tauchgängen gibt es jeweils wieder ein kurzes Review des gelernten und wir besprechen die Übungen die wir unter Wasser durchführen werden.
Völlig erschöpft sind wir gegen den Abend zurück bei der Tauchschule und unserer Unterkunft. Ich fand die ersten Erfahrungen als Taucher im Meer genial.
Am Abend oder besser gesagt am nächsten Tag um 1.45 Uhr früh morgens schauen wir uns das EM Finalspiel an. Nur mit Mühe kann ich in der zweiten Halbzeit meine Augen offen halten…


zurück auf dem Schiff nach dem 1. Tauchgang im Meer

Am dritten und letzten Tag stehen am Morgen zwei weitere Tauchgänge im Meer an. Den Nachmittag verbringen wir damit den Theorietest und Lernnachweise auszufüllen.
Kaum ist der ganze Papierkram erledigt bin ich zertifizierter „Open Water“ Taucher. Fühlt sich geil an obwohl es nichts Grosses ist.

Schnell war mir klar, dass Tauchen eine bislang unentdeckte Leidenschaft von mir ist. Das Atmen unter Wasser, das Geräusch das dabei entsteht, die Schwerelosigkeit, hunderte von Fischen um einen rum – einfach grandios. Ich finde das ganze drum herum mit dem Hinausfahren auf dem Schiff und dem Sein auf dem Schiff ebenfalls 1. Sahne.

Logische Folgerung daraus - Noch am selben Tag entscheide ich mich nach einem Tag Ruhepause gleich noch das Advanced Brevet zu machen, da dieses einem mehr Möglichkeiten beim Tauchen gibt. Mit dem Open Water kann man bis zu einer Tiefe von 18 Metern tauchen und dann hat sich’s. Mit dem Advanced kann man bis zu einer Tiefe von 30 Metern tauchen und man kann auch Nachttauchgänge machen.

auf dem Schiff (Es sieht nach einem kleinen Schiff aus - in Wirklichkeit ist es aber ein recht grosses mit zwei Decks)

  
Zwar müssen wir am Ende des zweitägigen Advanced Kurs einige theoretische Fragen beantworten, für welche wir uns das Wissen per Selbststudium aneignen müssen –doch wir sind ja zu viert. Es gibt also keine Theoriestunden – sondern nur das Tauchen im Meer und Erklärungen zu den Übungen die wir unter Wasser absolvieren.
Der Advanced Kurs besteht aus fünf Tauchgängen. Am Morgen des ersten Tages folgen die ersten zwei und am Abend wartet das erste Highlight auf uns. Um fünf Uhr abends treffen wir uns für den Nachttauchgang.
Das coolste für mich am Nachttauchgang ist sicher mal die Dunkelheit an sich doch was absolut der „Burner“ ist, ist als wir uns in den Sand knien, die Taschenlampen abschalten und wie wild mit den Händen fuchteln. Es gibt eine ganz kleine Planktonart (keine Ahnung ob es Plankton ist – auf jeden Fall sind die Dinger klein), welche wie Glühwürmchen aufleuchten wenn man wild hin und her fuchtelt. Wir habe dann also quasi unsere Disco unter Wasser…

Am nächsten Tag steht das zweite Highlight an. Ein Wrack-Tauchgang. Vor Ko Tao liegt ein US Kriegsschiff, das nach dem zweiten Weltkrieg ein Geschenk der Amerikaner war. Als dann für das Schiff keine Verwendung mehr vorhanden war entschied der König von Thailand das Schiff zu versenken und den Tauchern zur Verfügung zu stellen. Leider ist die Sicht mit 2 bis 3 Metern extrem schlecht, doch der Tauchgang ist der Hammer. Vorne und Hinten sind noch zwei Kanonen auf dem Boot und wir können durch den Kommandoturm hindurch tauchen. Für die Frauen: Es ist genauso wie beim Anfang von Titanic wo sie mit einem Tauchroboter über die gesunkene Titanic tauchen und davon Aufnahmen machen.

Eine der Kanonen auf dem Wrack
Quelle: 
http://www.saireecottagediving.com

 Die zwei Tage nach Abschluss des Advanced unternehme ich noch fünf Fun-Dives mit Sam. Aber auch hier ist immer ein Tauchlehrer dabei der sich unter Wasser auskennt und den Tauchgang leitet. Sam ist Neuseeländer und er ist beim Advanced Tauchkurs zu unserer Gruppe gestossen (die anderen zwei haben Übrigens auch gleich beim Advanced angeknüpft). Er ist einer von denen Menschen die ich kennen gelernt habe wo ich dir nach 5 Minuten sagen kann, dass ich mit ihm ohne Problem länger Reisen könnte da wir uns super verstehen. Es gibt auch die anderen die du nach 5 Minuten möglichst nie mehr sehen willst.
Am ersten Tag leihen wir uns noch eine Kamera. Und was wir für geile Bilder gemacht haben – wir sind richtig stolz darauf ;-)


Ruben, Sam und Ich

Am Abend des 13. Julis mache ich mich dann per Schiff aufs Festland auf von wo aus es mit dem Bus nach Kuala Lumpur geht.

Strand gleich um die Ecke meiner Unterkunft. Du siehst keine Leute am Strand? Ich habe auch keine gesehen... ;-)



Ja, ich habe seit dem 1. Mai einiges an Muskeln zugelegt







Von meinen Zimmer aus bin ich in 30 Sekunden an diesem Strand

Mit dem 1. Mal abrücken hat Sam gleich dieses Foto geschossen - Ich find's einfach nur geil!


Die Bar der Tauchschule - hier trifft man sich Abends zu einem Bier. Im Hintergrund das beruhigende Rauschen des Meers


Am Hafen von Ko Tao


Nach dem Open Water haben wir uns einen Tag einen Roller gemietet und sind ein bisschen auf der Insel umhergekurvt. Das links ist Ruben

Beim Schnorcheln habe ich diese zwei Barracudas gesehen, welche zieeeeemlich gross sind 


auf dem Schiff

man beachte das Shirt, welches ich in Bangkok gekauft habe

hintere Reihe: keine Ahnung, Alex (China), Mischa (England), Sam, Ich
untere Reihe: Andi (Deutschland), Ruben, Bonnie (England), Charlie der Tauchlehrer, Rosanne (Holland), Sarah (Holland)




Ich und mein Tauchbuddy, Sam, nach einem Tauchgang

In hochem Bogen vom zweiten Deck des Schiffs in das türkisfarbige Wasser

Wenn nichts steht bin ich jeweils auf dem Bild. Ich bin auch gut an meiner gelben Taucherbrille zu erkennen. Wir haben auch diverse Fotos von kleinen und grossen Fischen gemacht, welche ich euch aber vorenthalte da ich die hier viel cooler finde!

Alles O.K.

Sam der Buddha

Sam hinter tausenden von Fischen




Ich in einem Schwarm von kleinen Fischen




Sam

links Sam, rechts Ich

Andy der Superman




Sam liest ein Buch



Ich als Buddha

Sam und Ich beim doppelten Superman

Sam und Ich zurück an der Oberfläche nach dem Tauchgang






Hier noch zwei Videos:
Auf dem ersten haben wir ein paar Fotos gemacht, als wir die Flossen abgezogen haben und im Sand rumgegangen sind. Man fühlt sich übrigens wie auf dem Mond, wenn man durch den Sand läuft oder in grossen langsamen Sprüngen durchs Wasser hüpft.
Auf dem zweiten Video habe ich Sam gefilmt. Ist eher für die gedacht, welche noch nie getaucht sind ...